Blogeintrag 1: Meine Geschichte
26 Jahre. Ein Konzern. Und dann das.
Ich hatte das nicht geplant.
Nicht die Selbstständigkeit. Nicht die Ausbildungen zur Mindset Mentorin, Mentaltrainerin, Business Coachin und psychosozialen Beraterin. Nicht den Absprung nach fast 26 Jahren im selben Unternehmen. Und ganz sicher nicht, dass ich eines Tages Frauen dabei begleiten würde, ihren eigenen Kopf zu verstehen und sich selbst ein bisschen mehr zu trauen.
Aber hier bin ich. Und ich kann ehrlich sagen: Es war die beste Entscheidung meines Berufslebens.
Der Tag nach der Maturareise und was daraus wurde
Einen Tag nach meiner Maturareise habe ich angefangen zu arbeiten. Keine große Pause, keine Weltreise, kein "Ich überleg mir das mal in Ruhe". Das war damals einfach nicht drinnen.
Als Sekretärin im Konzern. Ohne den geringsten Plan, dass ich irgendwann mal in einer Führungsposition sitzen geschweige denn selbstständig sein würde.
Aber ich war neugierig. Ich habe ja gesagt, wenn andere noch überlegten. Ich habe mich für Projekte gemeldet, Netzwerke geknüpft, Menschen kennengelernt. Nicht strategisch sondern weil es mir Freude gemacht hat. Der Weg war das Ziel, auch wenn mir das damals niemand so formuliert hatte und ich es selbst erst viel später verstanden habe.
Irgendwann hat mir jemand lachend gesagt, ich sei die "allwissende Müllhalde" aus den Fraggles. Gemeint war es als Kompliment – ich war diejenige, die wusste, wer wen kennt, was wo steht und welche Information gerade wo gebraucht wird.
❝ Der Weg ist das Ziel. ❞
26 Jahre, die ich nicht missen möchte
Fast 26 Jahre im gleichen Konzern. Das klingt in der heutigen Zeit wie eine Seltenheit und das ist es auch. Aber ich habe diese Zeit nicht einfach "abgesessen". Ich habe sie gelebt.
Ich habe Führung gelernt – die harte Schule, durch Versuch und Irrtum, durch Menschen, die mir vertraut haben, und durch Situationen, die mich manchmal wirklich gefordert haben. Ich habe erlebt, was echte Zusammenarbeit bedeutet und was passiert, wenn sie fehlt. Ich habe Teams aufgebaut, durch Veränderungen begleitet, in Krisen gehalten.
Und ich habe eines sehr früh verstanden: Es geht nie nur um die Aufgabe. Es geht immer um die Menschen dahinter.
Das war mein Kompass. Das ist er bis heute.
Die Ausbildung, die alles verändert hat
Die erste Ausbildung in Richtung Coaching habe ich noch ganz klar für meinen Job gemacht. Business Coaching – das war sinnvoll, das war nützlich, das passte zu meiner Führungsrolle.
Was ich nicht erwartet hatte: dass mich die Inhalte so packen würden.
Am Freitag endete diese Ausbildung. Am Sonntag saß ich bereits in der nächsten – Mentaltraining. Es konnte gar nicht schnell genug weitergehen.
Und dort passierte etwas, das ich schwer in Worte fassen kann: Ich fing an zu verstehen, was Gedanken eigentlich sind. Wo sie herkommen. Warum wir ihnen glauben und ob wir das überhaupt sollten (!?!?). Was sie mit uns machen, ohne dass wir es merken. Wie viel von dem, was wir als "Realität" erleben, in Wirklichkeit Interpretation ist.
Das hat mich nicht losgelassen. Und es lässt mich bis heute nicht los.
Mehr Ausbildungen folgten. Psychosoziale Beratung, Life Trust Coaching, Burnout Prävention, Selfness, Beyond Ego. Jede davon hat etwas hinzugefügt, vertieft, erweitert. Aus dem neugierigen Menschen, der ich immer war, wurde jemand, der endlich auch einen Rahmen für diese Neugier gefunden hatte.
❝ Was Gedanken so machen, wo sie herkommen, warum wir ihnen glauben – das hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Und alles verändert. ❞
Warum ich gegangen bin
Ich habe meinen Job über viele Jahre sehr gerne gemacht. Mein Team. Die Kolleginnen und Kollegen, aus denen über die Jahre echte Freundschaften geworden sind. Diese Verbindungen – die tragen mich bis heute, und viele davon sind unverändert stark.
Aber irgendwann hatte sich das Umfeld verändert. Personalwechsel über Personalwechsel. Und mit jedem Wechsel mehr Ellbogen, weniger Gemeinschaft. Weniger "Wir schaffen das gemeinsam." und mehr "Ich gegen den Rest der Bank".
Das ist nicht mein Stil. Das war es nie.
Ich habe immer versucht, das große Ganze zu sehen. Verbindungen zu schaffen, wo andere Grenzen gezogen haben. Nicht naiv, aber mit dem tiefen Glauben, dass wir gemeinsam mehr erreichen als gegeneinander.
Als dieses Umfeld nicht mehr zu mir passte und ich durch meine Ausbildungen auch anfing, den Sinn meiner Tätigkeit zu hinterfragen wurde der Gedanke ans Gehen von einem leisen Flüstern zu einer klaren Stimme.
Also habe ich den Hut gezogen. Nach knapp 26 Jahren.
Und gut war's.
Was ich jetzt tue – und warum
Ich begleite Frauen. Frauen in Führungsrollen und Expertenpositionen, die viel tragen, viel leisten und die irgendwann spüren, dass das so nicht mehr weitergehen kann. Oder dass da mehr sein muss.
Ich kenne dieses Gefühl. Ich kenne den Moment, in dem man merkt, dass man sich irgendwo verbogen hat, ein bisschen hier, ein bisschen da bis man sich selbst kaum mehr erkennt. Ich kenne das Funktionieren auf Autopilot. Ich kenne die Nächte, in denen der Kopf nicht aufhört zu arbeiten.
Und ich weiß: Es gibt einen Weg raus. Auch ohne gleich alles hinschmeißen zu müssen.
Das ist mir wichtig. Nicht jede Veränderung bedeutet, von vorne anzufangen. Manchmal bedeutet Veränderung, endlich so zu führen – und zu leben – wie es sich für einen selbst richtig anfühlt. Die eigene Stimme wiederzufinden, die irgendwo unter den Erwartungen, Rollen und Anforderungen verschüttet gegangen ist.
Ich bringe aus meinen fast 26 Jahren im Konzern, aus meinen Führungsjahren und aus all meinen Ausbildungen eines mit: Ich kenne beide Seiten. Die des Systems und die der Person, die darin steckt.
❝ Ich habe zu oft gesehen, wie Frauen sich abrackern und glauben, sie könnten daran nichts ändern. Doch, das geht. Und ohne alles hinschmeißen zu müssen. ❞
Und warum bist du hier?
Vielleicht bist du gerade an einem Punkt, an dem du spürst, dass etwas nicht mehr stimmt. Vielleicht bist du erschöpft – nicht weil du zu wenig tust, sondern weil du zu viel von dir gibst. Vielleicht fragst du dich, ob das alles so bleiben muss.
Es muss nicht.
Ich freue mich, dass du hier bist. Lies dich durch meine Homepage, schau, was dich anspricht, und wenn du das Gefühl hast, dass wir miteinander arbeiten sollten, melde dich.
Ich bin die Person, die wirklich zuhört. Und die dir nicht sagt, was du hören willst, sondern was dir wirklich weiterhilft.
Das habe ich schließlich 26 Jahre geübt.
💌 Wenn dich interessiert, wie ich arbeite, schreib mir.